Verbrauchskennwerte 2005
Verbrauchskennwerte 2005Verbrauchskennwerte sind eine gute Grundlage, um das Verhalten eines Gebäudes hinsichtlich des Strom-, Wärme- und Wasserverbrauchs zu beurteilen, den Energieverbrauch zu kontrollieren sowie Energie- und Kosteneinsparungen nach Sanierungsmaßnahmen nachzuweisen

Der fortgeschriebene Verbrauchskennwertebericht der ages GmbH Münster hat auf deutlich erweiterter Datengrundlage von 25.000 Nicht-Wohngebäuden und 45.000 Verbrauchsdaten Verbrauchskennwerte Wärme, Strom und Wasser für 48 Gebäudegruppen und 180 Gebäudearten ermitteln können. Zudem konnte auf 120.000 Datensätze für die Auswertung der Wärmeverbrauchskennwerte von Mehrfamilienhäusern zurückgegriffen werden.

Kennwerteverfahren werden nicht mehr nur intern von Liegenschaftsverwaltungen verwendet, um Prioritätenlisten aufzustellen oder Einsparoptionen zu ermitteln. Politiker lassen sich in Energieberichten die Verbrauchskennwerte der Liegenschaften in ihrer Kommune vorlegen und auch die Kommunalaufsichten bilden Verbrauchskennwerte. Kaum ein Auditierungsverfahren kommt ohne Vergleichskennwerte aus.

Eine deutliche Ausweitung bei der Anwendung von Kennwerteverfahren wird sich über die mit der EnEV 2007 entstehende Verpflichtung zur Erstellung von Verbrauchsausweisen, den sog. Energiepässen, ergeben. Energiepässe als Verbrauchsausweise sind nichts Anderes als eine besondere Anwendung des Kennwerteverfahrens nach VDI 3807 Blatt 1.

Umso wichtiger sind Vergleichskennwerte und Verfahren, die bei der Bewertung der Verbrauchskennwerte der eigenen Liegenschaften weiterhelfen.

Über das Internetportal www.kennwerte-online.de wird zukünftig auch die Möglichkeit bestehen, aus den anonymisierten Liegenschaftsdaten Vergleichsdaten von Objekten zusammenzustellen.

Der Forschungsbericht wurde von der Bundesstiftung Umwelt gefördert und kann bei der ages GmbH bezogen werden.

Bestellformular Kennwertebericht (pdf)
Inhalt und Zusammenfassung (pdf)
Projektinformationen KW2005 kurz
Projektinformationen KW2005 lang


Im November 1996 und Juni 2000 sind von uns die Untersuchungen "Verbrauchskennwerte 1996" und "Verbrauchskennwerte 1999" veröffentlicht worden. Diese Berichte dokumentieren jeweils die Ergebnisse einer breit angelegten empirischen Untersuchung über die spezifischen Verbräuche (Wäme, Strom und Wasser) unterschiedlicher Gebäudearten. In der aus eigenen Mittel finanzierten Folgeuntersuchung ("Verbrauchskennwerte 1999) konnte insbesondere die Datenlage auf einer breiteren Basis abgesichert und aktualisiert werden.

Die Verwendung eines standardisierten Kennwerteverfahrens für die Grobanalyse des energetischen Verhaltens von Gebäuden breitet sich nicht nur bei der Verwaltung öffentlicher Liegenschaften aus, sondern findet zunehmend Verwendung auch beim gewerblichen Gebäudemanagement. Versorungsunternehmen, Dienstleister im Facility Management, Filialisten oder Hotelketten setzen Verbauchskennwerte verstäkt für Benchmarkung und Controlling ein.Image

Mit der zunehmenden Nutzung von Verbrauchskennwerten stehen einerseits mehr Daten für statistische Auswertungen zur Verfügung. Zum anderen sind mit dem breiteren Einsatz die Anforderungen an ein Kennwerteverfahren gestiegen. Aus der Praxis im Umgang mit Verbrauchskennwerten liegen inzwischen eine Reihe von Hinweisen vor, wo das Verfahren an Grenzen stößt und ggf. zu verändern ist.

Vorstand und Beirat des VDI haben im Herbst 2001 der Fortschreibung der Richtlinie 3807 mit 5 Blättern (s.o.) zugestimmt, um auf einer breiteren Datenbasis die bereits vorliegenden Kennwerte zu aktualisieren und besser abzusichern, Kennwerte für weitere Gebäudearten zu ermitteln und den Einfluss von Ausstattung und Nutzung auf die Verbrauchskennwerte besser bestimmen zu können.

Als Beitrag für die Richtlinienarbeit und weil sich über die zwischenzeitlich erfolgte breitere Anwendung des Kennwerteverfahrens die Datenlage deutlich verbessert hat, beabsichtigen wir eine Aktualisierung und Fortschreibung der Untersuchung. 

Konzept-Übersicht Verbrauchskennwerte 2005


  • Erweiterung der Datenbasis auf 30.000 Objekte
  • Verbesserte Datenbasis für Gebäudearten mit Kennwerten aus den Berichten 1996/1999
  • Neue Kennwerte für weitere Gebäudearten laut Bauwerkszuordnungskatalog
  • Neue Kennwerte für den öffentlichen Sektor (z.B. Straßenbeleuchtung, Kläranlagen)
  • Neue Kennwerte auch für Gebäudearten außerhalb des öffentlichen Sektors (Hotels, Banken, Versicherungen ...)
  • Teil-/Bereichskennwerte mit Strukturdaten
  • Datenaufbereitung für den Zugriff auf die anonymisierte Datenbasis über das Internet
  • Bereitstellung einer Abfragemaske, die den Interessenten den gezielten selektiven Zugriff auf die anonymisierte Datenbasis über das Internet ermöglicht
  • neue statistische Verfahren